Abschied

Mittwoch, 27. Januar 2010 von apollosbox

Dies ist der schwerste Blog, der geschrieben werden muss. Apollo ist nicht mehr bei uns. Apollo starb am 20.01.2010 an einem Herzinfarkt.

Und so schwer es uns auch fällt, er ist unwiderbringlich fort. Das er krank war, wussten wir schon sehr lange. Das er nicht ewig leben würde, wussten wir auch.

Nur das es so schnell gehen könnte und so plötzlich – dass haben wir nicht geahnt. Wir hätten nix anders machen können, wären aber vielleicht etwas gefasster gewesen. So bleibt nur die unfassbare Leere, die nichts und niemand füllen kann …

Keine Sabberschnauze die einem am Morgen anstubbst und 5 Minuten vor dem Wecker aus dem Schlaf schleckt und somit jeden Tag zu etwas ganz besonderem machte, keine gemeinsamen Spaziergänge, keine umwerfende Freude, wenn wir nach Hause kommen, keine Geschirr- und Handtuchkämpfe, keine Sabberflecken auf frisch gewaschener Wäsche oder Möbelstücken, keine zerkauten Wäschklammern oder Hetzjagten durch den Garten mit “Diebesgut”, keine Freudentänze für ein Schweineohr, keine verfolgenden Blicke beim Verzehr eines Käsestückes, kein stundeslanges verharren vor dem Herd, bei der Zubereitung von Essen, kein blindes Verständnis wenn es uns mal nicht so gut geht … All die Dingen haben unseren Apollo für uns so einzigartig gemacht und fehlen schmerzhaft.

Er fehlt der ganzen Familie. Auch wenn uns nur 2 Jahre mit ihm blieben, so waren es die zwei schönsten Jahre. Egal ob 6 Jährige oder Uropa mit 85 alle in der Familie vermissen ihn. Oma hat es am schwersten getroffen.

Bei uns kommt die Trauer nach und nach, leider auch ganz unvermittelt. Es gibt momentan so viele Pätze die mit schönen Erinnerungen verbunden sind, so dass es schwer ist, sich dem zu entziehen. Wir hoffen es geht ihm gut, dort wo er jetzt ist.

Ein Wort vielleicht auch zu dem ganzen Geschehen im Hundezuchtwesen. Wenn die sogenannten Züchter mehr auf die Gesundheit der Hunde achten würden, als auf Schönheitsmerkmale, dann würde Hundebesitzern wie uns so manches Leid erspart bleiben.

Speziell verärgert und empört sind wir über die Vorgänge rund um unsere geliebten Bxen. Wenn der Zuchtwart sich weigert nicht auf die Zucht mit kranken Hunden zu verzichten, dann läuft etwas schief. Wer so etwas unterstüzt, dem sollte das gleiche widerfahren wie uns und unserem Apollo, um zu verstehen, welchen Schaden Sie den Hunden und den Besitzern mit der Zucht mit kranken Hunden zufügen.

Das bringt uns zwar unseren über alles geliebten Apollo nicht zurück, aber hilft auch etwas den Frust los zu werden.

Lebe wohl unser kleines Schnubbel, hoffentlich sehen wir uns wieder…

Einige Tage zuvor

Black and White

Montag, 19. Oktober 2009 von apollosbox

Hi Folks!

So, nachdem der Bund der Steuerzahler das Schwarzbuch veröffentlicht hat und wieder die Verschwendung von Steuergeldern dem Bürger näher gebracht hat, muss ich sagen, wen wunderts? – überall werden Gelder verschwendet …

Am Wochenende zum Beispiel war Frauchen wieder mal der Meinung Geld für meine Erziehung ausgeben zu müssen (die pure Verschwendung – meiner Meinung nach). Also habe ich Privatunterricht von einer zunächst nett scheinenden Person erhalten. Wie ich schnell heraus fand, war dieses “frauchenähnliche” Geschöpf gar nicht so nett wie es der erste Anschein vermittelte.

Nachdem wir am Freitag ein erstes Kennenlern-Gespräch hatten – da konnte ich ja noch nicht ahnen, was für fürchterliche Sachen auf mich zukommen würden – verlief mein samstägiger-Tagesablauf zunächst nicht anders wie sonst:

1. Ausschlafen
2. mit Frauchen kuscheln
3. eine kurze Runde im Garten drehen und die Sträucher und Bäume sprengeln
4. warten bis Herrchen mit warmen Brötchen kommt
5. am Frühstückstisch um ein Buttercroisant mit extra Butter betteln
6. ausgiebiger Spaziergang in meinem so geliebten Wald
7. mehrstündiger Vormittags-Mittags-Nachmittagsschlaf
8. Waldrunde siehe Nr. 6
9. Fressen (große Hauptmahlzeit) – Nebenmalzeiten und kleine Snacks habe ich aufgrund der Häufigkeit mal weggelassen – die müsst ihr euch zwischen den Zeilen denken
10. Schlafen und kuscheln mit Frauchen …

Bisher konnte ich mich auch noch nie groß über den Verlauf eines normalen Wochenendes beschweren, mal abgesehen davon, dass es manchmal zu wenig Futter gibt (gefühlt) oder Frauchen mit der Hausarbeit bei meinen Vormittags-Mittags-Nachmittagsschläfchen stört …

So, bis zur Nr. 7 gab es heute keinerlei Abweichungen auch als sich Frauchen zu unserem nachmittäglichen Sparziergang fertig machte, ahnte ich nichts.

Doch dann lief etwas schief – der Kofferraum öffnete sich und Frauchen zwang mich einzusteigen … Gut 30 min. später erreichten wir unser Ziel und dann gingen die Erniedrigungen los.

Sie ließ mich auf den Boden legen, bei all dem Dreck. Zerrte am Halsband und ich musste mich öfter als gewöhnlich setzen. Und das immer wann Frauchen es wollten – wie gesagt Tierquälerei in der allerschlimmsten Form – zumindest fühlte es sich so für einen empfindlichen kleinen Hund, wie ich es nun einmal bin, ebenso an. Und am allerschlimmsten – es gab noch nicht einmal Leckerlies – also mit anderen Worten: ich habe “unhundliche” Qualen durchmachen müssen – wer soll sich denn mit leerem Magen auf Kommandos konzentrieren können?

Auf einer Richterskala von 1 bis 10 ne glatte 11 und mindestens ne 15 inkl. Autofahrt!

Da hab ich’s bei Omi besser, die versteht mich, da werden Hundeträume noch wahr – einen meiner Augenaufschläge und um Omi ist es geschehen – Leckerlies soviel der Magen verträgt, Spaziergänge soweit die Beinchen tragen (oder das Herz verträgt) und Streicheleinheiten bis das Fell dünn wird …

Der einzige Trost meines Nachmittagsausfluges war der erste Schnee in diesem Jahr. Doch Nachts schon rächte sich die hemmungslose Hingabe im kühlen Weiß – anscheinend habe ich die maximale Verzehrmenge um ein winziges Stück überschritten (oder eins der fünf Schnitzel war schlecht) – auf jeden Fall tat mir mein kleines Bäuchlein ganz schön weh und zu guter Letzt musste ich mir die ganze Sache doch nochmal durch den Kopf gehen lassen. Ich sag euch – kein schöner Anblick …

So, ich will euch jetzt aber nicht weiter mit meinen “Wehwechen”? belästigen und wünsch euch erstmal ne schöne Woche …

Bis dahinn

Ciao (A)pollo

Yes We Can

Mittwoch, 30. September 2009 von apollosbox

Hallo Leute,

ich weiß ja nicht wie es euch so geht – zwei Tage nach der Wahl, aber ich für meinen Teil kann noch keine großen Veränderungen spüren.

Ein kleiner Kerl, wie ich es bin, dachte sich: “Wahl”? – was ist das? Und um mitreden zu können, schaute ich mir das einfach mal an – zudem war Opi Wahlhelfer und hatte Leckerlies bei sich …

Im Wahllokal angekommen beobachtete ich das Treiben und informierte mich kurz (Macht man ja eigentlich im Vorfeld, aber da ich erst am Tag des Geschehens in Aktionismus verfiel, hatte ich für lange Vorbereitungshandlungen und Studienauswertungen keine Zeit mehr) – und da ich ja einer kleiner “Blogger” bin, dachte ich, ich unterstütze mal die Zwergenparteien (kann man auch nicht soviel verkehrt machen, die haben ja dann eh nix zu melden, zumindest dann wenn’s drauf ankommt ) – Es sollte die Piratenpartei werden, soviel stand fest – klang sehr wild und verwegen- so wie ich…

Hoch motiviert verschwand ich in meiner Wahlkabine … Las mir meinen Zettel flüchtig durch – auf der Suche nach den Piraten, – nach einigem hin und her wenden musste ich mit Entsetzen feststellen, Piraten gibt es hier nicht. War schon mal die erste Lüge, denn die haben sich in Sachsen bzw. in meinem Wahlkreis gar nicht aufstellen lassen … Ratlosigkeit machte sich breit – Was tun? Wen sollte ich nun Wählen? Die Gedanken schwankten hin zur Frauenpartei, wenn schon nicht in eigener Sache, dann zumindest was für Frauchen tun /wer weiß für es mal gut wäre), aber auch die waren nicht dabei, oder die grauen Panther – Omi ist ja auch immer nett zu mir! Aber auch die waren diesmal nicht da, also wandte ich meine altbewährte Variante wie beim Lotto an – 7 aus 49 – und setzte munter meine Kreuze – vielleicht wird`s ja doch ein Sechser mit Zusatzzahl?

Einer Omi neben mir ging es genauso-wutentbrannt stürmte sie aus der Wahlkabine auf die Wahlhelfer zu:”..habe schon Alles gedreht und gewendet, ich finde aber keine bibeltreuen Christen…”
Von wegen wer die Wahl hat hat die Qual – ich hatte ja noch nicht mal eine Wahl, bei den zwei Parteien die zur Wahl standen, konnte man ja nur zwischen Not oder Elend wählen!

Naja das ist ja jetzt dann auch egal – das Volk hat ja schließlich gewählt …
Abends war es dann soweit, die Auslosung fand statt … Die Spannung stieg kurz an um dann ganz schnell wieder in den Keller zu sinken …
Was soll ich sagen, aber eigentlich war das Ergebnis nicht groß verwunderlich, zumindest für mich nicht – ich hatte noch nie Glück im Spiel :-)

Aber ein was Gutes hatte die Wahl dann doch, denn in Berlin ist man nun auch auf den Hund gekommen – Mein treuer Zweibeiner hat nämlich gemeint, dass ja jetzt unsere Angie auch ihr “Schoß-Hündchen” bekommen hat. Jenen Pudel, den sie so wollte … in der Zeitung las ich was von einem eitlen Pfau, der sich immer zum Affen macht oder so … Vielleicht hat sie ja jetzt einen Zoo…

Na da bin ich ja mal gespannt, was die neue Regierung so bringt … (Ganz im Vertrauen gesagt, soviel schlechter wie es jetzt ist, kann es ja nicht werden).
Aber ich will den Teufel nicht an die Wand malen, warten wir`s ab oder mit Obama`s Worten gesprochen “Yes we can”!

Früher waren wir am Abgrund, jetzt sind wir einen Schritt weiter.

Bei mir zu Hause ist eigentlich auch egal wer regiert, denn da hat eh Frauchen das sagen!

So, dann macht’s mal gut … muss nämlich noch ein bissl aufräumen, wenn morgen meine Lieblings-Cora und Jimmy NEU kommen.

Ciao Euer

(A)pollo

Heartbreaker

Mittwoch, 23. September 2009 von apollosbox

Hallo Leute,

so, wie versprochen, hier ein paar Anekdoten aus meiner Zeit zwischen Januar 2009 bis dato …

Für die Geschichte muss ich etwas weiter ausholen …

Angefangen hat alles mit meiner Tante (Frauchen – seitig). Die musste sich beim letzten Après-Ski des Winters unbedingt die Bänder im Knie verletzen. Daraufhin verarzteten die Münchener Fachärzte solange rum, bis das Knie operiert werden musste.

Soweit so unpektakulär … Kurze Zeit später traf es mein geliebtes Frauchen – und das bei einfachen Aufgaben wie Hausarbeit, ohne Fremdeinwirken – also anders als bei Omis Unfall, bei dem ich nicht ganz unbeteiligt war!
Ganz im Vertrauen: Bin ausnahmsweise mit Herrchen der gleichen Meinung – Hausarbeit ist nichts für Frauchen, für die einfachsten Sachen nicht zu gebrauchen, aber ich hab Sie so lieb wie sie ist) …
Na auf jeden Fall, das Knie war kaputt und auch bei Ihr sah es Anfangs so aus, als ob Sie nicht um eine OP herum kam, aber durch meine aufopferungsvolle Pflege ist Sie den Schnipplern noch mal von der Pritsche gesprungen.

Hier meine ultimativen geheimen Pflege-Tipps für angeschlagene Knie:
- gegen Schmerzen und Schwellungen im Kniebereich helfen tief gefrorene Truthanhälse, diese direkt an der schmerzenden Stelle auflegen (wenn die Truthanhälse aufgetaut sind, müssen diese leider unverzüglich vom Pfleger – also mir – verzehrt werden – natürlich ohne Eigennutz versteht sich – wichtig dabei, während des Auftauprozesses dürfen die Hälse nicht aus den Augen gelassen werden – ein leidender, hungriger Blick verstärkt die heilende Wirkung);
- nicht zu unterschätzen sind regelmäßige Sabber-Fäden-Wickel am Knie und Beinbereich – um die heilende Wirkung zu verstärken sollten diese mehrmals täglich direkt nach der Wasseraufnahme aufgebracht werden;
- ein weiterer Geheimtipp sind stundenlange Streicheleinheiten von Frauchen, damit die Genesungszeit nicht unnütz vergeudet wird – man muss das als Therapie natürlich etwas anders verkaufen und so tun, als ob man das nur aus reinen Genesungszwecken über sich ergehen lässt, kleiner Tipp am Rande – die genießerischen Schnarchgeräuche die sich bei völliger Hingabe nicht ganz vermeiden lassen dürfen nicht über 180 DB hinausgehen, ansonsten könnte die Glaubwürdigkeit der Behandlung in Frage gestellt werden;
- als Langzeittherapie werden ausgiebige Sparziergänge an der frischen Luft empfohlen, um die Beinmuskulatur nachhaltig zu stärken – dabei dürfen die Motivations-Leckerlies natürlich nicht zu knapp bemessen werden, denn schließlich macht man das ja nicht zum reinen vergnügen, sondern nur der Gesundheit von Frauchen zuliebe.

Damit wäre die Knietherapie erfolgreich gewesen.

Es dauerte jedoch nicht lange und meine Tante aus München verkündete die Nachricht, sie habe einen Herzfehler und müsse Beta-Blocker nehmen. Ok, die Diagnose schockte erstmal sehr, aber mit Herzpatienten kennt man sich ja dank meiner Anwesenheit bestens aus. Und da das bei Menschen nicht soviel anders wie bei uns Hunden ist, lies sich Frauchen auch gleich mal durchchecken. Und siehe da – auch sie ist durch den Tüv gefallen (ASU hat Sie aber bestanden, wenn ihr wisst was ich meine :-)

Wie es sich also heraus stellte, hat Sie den gleichen Herzfehler wie mein Tantchen- Da muss man sich ja aber auch nicht wundern, dass ist halt so, wenn man auf Quantität anstatt auf Qualität setzt :-) )

Jetzt ist mein geliebtes Frauchen erstmal in ärztlicher Behandlung. Aber meiner Meinung nach, sind das alles nur Quacksalber, die Ihren Doktortitel gekauft haben. Was mein Frauchen braucht sind keine Pillchen, sondern ein auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Therapieprogramm vom Meister – also von mir – selbst. Aber als Kassenpatient darf man das sich bei dem heutigen Gesundheitssystem nicht selber heraussuchen und hoffen, dass Frauchen bald wieder gesund ist …
Da kann ich nur von Glück reden, dass ich Privatpatient bin.

Und die Moral von der Geschichte – Ich habs schon immer gewusst:
“Wie der Herr, so das Gescherr”

So nun erstmal genug berichtet – ich muss mich jetzt erstmal wieder intensiv um Frauchen kümmern, denn Aufregung tut Ihr gar nicht gut …

Lasst euch sagen – schont eure Herzen!

Bis bald …

Euer Apollo

P.S. Meine liebste Svenja – ich wünsche dir noch alles alles Gute nachträglich zum Geburtstag. Wenn du das nächste mal zu Besuch kommst, kannst du eins meiner Schweineohren bekommen, versprochen :-)

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Sonntag, 20. September 2009 von apollosbox

Hi Folks und treue Leserschaft,

Totgesagte leben länger …

nachdem es einigen gar nicht schnell genug gehen kann und andere schon vorsichtshalber Trauerbekundungen in den Raum schalten, muss ich sagen ich bin entsetzt!

Jetzt macht mal langsam mit den jungen Pferden – nur weil ich in der letzten Zeit mein Leben genießen musste und mich etwas intensiver um Frauchen gekümmert habe, heißt das doch noch lange nicht, dass ich gleich das Zeitliche gesegnet habe …  denn wie ihr seht bzw. lest gibts mich noch!

Was seit meinem letzten Blog-Eintrag geschah …

Mein zweiter Winter ging vieeel zu schnell vorbei, aus “Jimmy” alt wurde neu, meine neue Hausbewohnerin “Kitty” entpuppte sich als “Mist Kitty”, meine Dosis der Herztabletten wurde nach einigen Rückschlägen im Sommer erhöht, Frauchen wurde mir immer ähnlicher, meiner neuer Freund heißt “Blund” und warum mir Federn aus dem A… wachsen.

Über das und über Sachen die sich nie ändern, werdet ihr bald mehr erfahren …

Hier aber erstmal ein paar Impressionen von meinem letzten Urlaub auf Rügen mit meiner Lieblings-Svenja …

Bis bald sagt (A)Pollo