Ich, Du und die Cora

By apollosbox

Early Morning

Ostern, Samstag – also bin ich 6:00 Uhr fit wie ein Turnschuh – mein Zweibeiner nicht. Frauchen schläft den Schlaf der Gerechten und der Zweibeiner versucht mich daran zu hindern, Frauchen auch aufzuwecken. Schade, ich bin in Höchstform. Während der treue Zweibeiner noch überlegt, wie er mich wieder zum Hinlegen bewegen kann, versuche ich die gesamte Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Kurzerhand nimmt mich der Zweibeiner mit in den Flur. Erste Analyse – raus muss ich nicht. Dies wird dem Zweibeiner auch schnell klar. Mist – wird er sich gedacht haben. Ich machte keine Anstalten raus zu gehen. Also führte der nächste Weg an den Zaubernäpfen vorbei. Hunger – hatte ich noch nicht, maximal Appetit, den ich aber unterdrückte. Meine Freude wuchs ins Unermessliche und die Verzweiflung des Zweibeiners ebenso.

Verzweiflung und deren Folgen

Allerdings hatte ich die Verzweiflung des Zweibeiners unterschätzt. Wähnte ich mich noch kurz zuvor in Sicherheit, so holte mich die ganze Wucht meines Treibens wieder ein. Der Zweibeiner ging ins Bad, kurze Morgenhygiene, fixes Schlüpfen in die Wettkampfmontur und ab ging es.

Ich dachte noch so bei mir, knuddeln wäre nicht schlecht und schwupps war ich schon im Garten. Doch dort blieb ich nicht. Punkt 6:30 Uhr und ich stand kurz vorm Wald. Der hat ernst gemacht, und mich Spazieren geschleppt. Ok ich hatte keine Leine und ich hätte auch Fluchtmöglichkeiten gehabt, aber wo soll ich 6:30 Uhr am Samstag denn auch hin.

Zu Omi? Selbst die schläft da. Und der TickTack-Opa ist da auch noch nicht unterwegs. Also fügte ich mich dem Schicksal. Wie gewonnen, so zerronnen. Eben noch ein als glücklicher Hund im Warmen, um wenig später erbarmungslos der Kälte ausgesetzt zu sein. Nun gut, kalt war es eigentlich nicht. Es war zumindest so warm, dass der ganze schöne Schnee fast vollständig schon wieder weg war. Der einzige Lichtblick am Morgen waren die zarten Sonnenstrahlen, die mein Fell etwas erwärmten, bevor es in den Wald ging.

So früh war ich ja noch nie hier, deshalb waren mir die Laute auch nicht so vertraut. Das ganze Guten-Morgen-Zeromoniell der Waldbewohner kann einen ganz schön irritieren. Die Wege waren mir alle vertraut, doch der Zweibeiner schlug heute anscheinend Haken. Möchte nur mal wissen wieso. Kann natürlich am Bloch liegen. Der hat bestimmt komische Sachen in seinen Büchern stehen. Ich hoffe das gibt sich noch, denn ich weiss ja gar nicht wohin der Zweibeiner eigentlich will. Permanent drehe ich mich um, prüfend, ob der Zweibeiner noch da ist. Das kann einem kleinen Hund ganz schön die Laune verderben.

Was? Hier soll ich jetzt schon lang? Aufwärmen! Meister, wird es jetzt etwa schon hell?

Morgensonne Beim Umdrehen entdeckte ich noch die Nacht.. und vor mir der Morgen…

Ich musste dreimal hinschauen um zu glauben, das dies schon der Morgen sein soll… .. ..

Während wir über Stock und Stein unseren Weg suchten, begann die Sonne sich immer wieder durch die Wolken zu kämpfen. Könnte alles so schön sein, wenn ich jetzt nicht urplötzlich einen unmenschlichen Hunger verspüren würde. Meister können wir wieder?

Mahlzeit Meister!

Anscheinend herrschte blindes Verständnis in diesem Punkt. Also strebten die zwei Pappnasen den gemeinsamen Heimweg an. Pünktlich 7:30 Uhr kamen wir an. Aha, des Zweibeiners Vater hatte den Bewohnern im Obergeschoss die Brötchen schon vorbei gebracht. Toller Service – die Zaubernäpfe sind auch schon gefüllt? Anscheinend, denn nur kurze Zeit später verübte ich ein Massaker am TroFu. So früh, nach einem Spaziergang – und das Zeug kann auch pur verabreicht werden.

Jetzt schien auch die Zeit des Zweibeiners zu kommen. Mich allein lassend, schwang er sich ins Auto und brauste davon. Verlässt er uns? Bin ich nun mit Frauchen allein? Adoptiert mich die DU?

Verdauungsträume

Viele Fragen durchdrangen meinen kleinen Kopf, während ich ein Verdauungsschläfchen hielt. Noch bevor ich mit meinen Überlegungen fertig war, stand der Meister schon wieder auf der Matte. Ok – diese Gedanken hätte ich mir sparen können. Der Duft von frischen Brötchen und ein Hauch von Kaffee erfüllten die Luft. Appetit regte sich bei mir, nur konnte ich mich nicht bewegen. Die Entscheidung aufzustehen, hin zum Zweibeiner, Dackelblick drauf und – enttäuscht nix zu kriegen oder hier liegen zu bleiben, fiel nicht leicht, aber eindeutig aus. Vielleicht kommen ja die Leckereien auch von allein hier vorbei.

Ruhestörung!

Während ich wieder döste, machte der Zweibeiner Lärm in der Küche. Der deckt doch tatsächlich den Tisch! Hat man denn hier am Morgen nicht mal seine Ruhe? Während ich noch etwas unzufrieden, ob des Lärmes war, döste ich weiter. Schlag 9 Uhr und Frauchen betrat das Geschehen. Blitzartig schwuuuppppp-diiiiiii-wuuuuuuuuuuupppppp schleppte ich mich aus meinem Bettchen. Während ich noch versuchte meinen Sportskörper in Bewegung zu setzen, war sie auch schon bei mir. Hätte ich auch liegen bleiben können!

Die Zwei nahmen jetzt die erste Mahlzeit gemeinsam zu sich, während ich noch überlegte, wie etwas für mich abfallen könnte.

DU- hier?!

Die Idylle wurde aber kurze Zeit später jäh unterbrochen. Treppengetrampel, Tür aufgerissen und ein: “isss der Apollo ssshon auf?” schmetterte uns die DU entgegen. Klar meine Sonne, schon lange!

Also knuddelte ich erstmal mit meiner DU. Die Kleene ist ganz schön robust im Spiel, häte ich nicht gedacht. Während ich sie zwacke, wischt sie mir mit der Hand kurz eine.

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“Mach nisssh ssso dolle! Apollo!” Hab ich auch so verstanden. Ein paar Einheiten blödelten wir zwei rum, dann hatte ich genug und sie auch. Ok – bis dann. Sie trollte sich wieder ins Obergeschoss zu Lara und ich konnte endlich schlafen.

Das dauert ja ewig hier, bis man seine Ruhe hat!

Später gegen 11 Uhr weckte ich wieder auf und bin in den Garten. Ein bissl strecken und dehnen, rumrennen und – Erleichterung. Kurz darauf wieder rein – nicht das ich eine Mahlzeit verpasse.

Spass im Glas

Frauchen schien heute spassig aufgelegt zu sein. Ich bekam Quark (Magerstufe -was soll dat?) per Handfütterung und weil Ostern ist ein Ei. Zumindest habe ich es mir gleich mal so mitgenommen. Obwohl es gekocht war, hing da immer noch die Schale dran. Dies fiel mir aber erst später auf, als mir der nicht üble Geschmack, durch die Schale etwas verdorben wurde. Aber einem Kerl wie mir ist sowas egal. Wat mutt, dat mutt…

Quark macht stark:

Quark macht stark .. ..

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.. .. Fertsch!!!

Zauberei mit Ei

Wer findet das Ei? .. ..

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Wettkampf – und am Ende Meister der Herzen

Eine Schlafeinheit später und da stand “sie” vor der Tür. Nicht die DU, sondern Cora. Na du, auch mal hier? Und schon stürzte sie sich auf mich. Der Besuch entwickelte sich zu einem klasssichen Ringkampf. Um ihrer unbändigen Kraft zu entgehen, nutze ich meinen Heimvorteil. Siegessicher war ich nicht, eher so ein Gefühl wie Schalke – Meister der Herzen. Und so kam es auch. Ein ständiges Geben und Nehmen, Auf und AB und schon lag ich – unten.

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Gemeinsamer Tauchgang ;-) .. Meine Cora

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Aus dem Ganzen habe ich meine Lehre gezogen, mach mer wieder mal! ;-)

So ich geh mich jetzt erstmal Vollfuttern und dann gibt es ein Superschläfchen!!!

Ciao Apollo

PS: Greetz to Cora, Elli und die anderen Kumpels und speziell heute auch in die Pfalz zu Oliver und Birgit!

PPS: Wünsche euch allen schöne Ostern!

Special: Peace for Tibet

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