Barnabe - oder ‘ne Bx mit sichtbaren Rippen

Samstagmorgen kurz vor Sonnenaufgang

Das muss ziemlich früh sein, denn mein Zweibeiner fand dies nicht witzig. Ich jedoch irgendwie schon. Kurz: Er schlief den Schlaf des Gerechten und sein Apollo (also ich) wachte über diesen Schlaf. Während die ersten verheirateten Ehemänner freiwillig das Haus verliessen, um in Ruhe mit anderen Verheirateten beim Bäcker in der Früh zu plauschen, schlief mein treuer Zweibeiner und versuchte mit Alarmsignalen aus seinem Rachen potentielle Eindringlinge vom Grundstück oder aber aus dem Ort zu verjagen. Gewöhnlich unterstütze ich ihn dabei, so dass unsere Gegnd relativ Ganoven-frei ist (bis auf einige Berufspolitiker, die aber so fest am Stuhl kleben, dass selbst Erdbeben diese Verbindung nicht lösen können…)

Während die ersten treusorgenden Nichtsingles vom Bäcker zurückkehrten wurde es mir zu dumm. Nur weil mein Zweibeiner und Frauchen sich nicht beringen, muss ich hier regungslos im Bettchen liegen. Das ist unfair. Lara (über uns ) terrorisiert ihre Mama ja auch schon, das will ich auch. Während der Zwebeiner nicht wusste wie ihm geschah, machte ich auf meine unmenschlichen Bedingungen per stillen Protest aufmerksam.

Mein Hin-und-Her-Getrappel machte ihn irgendwie nervös und so hatte ich mein Ziel erreicht. Er ergab sich seinem Schicksal und wandelte im Traum zum Schrank und versuchte gewagte Kleidungsteile zu kombinieren. Meine stillen Hinweise bezüglich der Kombination wurden ignoriert. Dann mach dich mal lieber allein zum Obst, ich geh so nicht mit dir auf die Strasse. Während ich so drüber nachdachte, ging er auch schon alleine raus. Hast du nicht etwas vergessen, Meister?

Nein, denn schon Sekunden später hörte ich den Motor brummeln. Aha - er reiht sich in das Heer der Entsingleten ein beim Bäcker. Er unterwegs - und ich? Da war doch noch Frauchen. Diese holte mich und wollte mit mir knuddeln. Mädel mal langsam, vor acht wird nicht geknuddelt. Also gabs erstaml ne Mahlzeit für mich und ne anschließende Druckentleerung. Ich steh da noch so im Garten und überlege ob ich Frauchen stolz machen soll und mich mal nicht hinhocke, sondern das Beinchen hebe, da kommt nach einer geschätzten Stunde auch mein Zweibeiner angedüst.

Upps das hätte schief gehen können, habe ich doch den Wind nicht richtig berechnet. Freudig, ob des Wiederkommens, empfange ich schwanzrotierend meinen Zweibeiner. Na, was haste mir mitgebracht? Nüscht- wie immer…

Da müssen wir mal drüber reden. also geht es wieder rein ins Haus. Ich beziehe Platz unterm Esstisch, man weiss ja nie. Vielleicht fällt etwas runter? Heute nicht-Mist.

Abgang die Zweite

Nach dem Frühstück springen Frauchen und mein Zweibeiner auf, fort sind die Beiden. War da nicht noch eine kleiner einsamer Hund? Schien denen egal zu sein. Aber Winnie schneite kurz rein, liess mich raus und- schon wieder war ich allein im Garten. Na dann schau ich mal dem Nachbarn bei der Pflege des englischen Rasens zu. Ich glaube, der hat gerade ne Nagelfeile rausgeholt um den letzten Feinschliff zu geben.

Als Eisenbahner vom alten Schlag zeichnet er sich durch Akribie und unendliche Ruhe aus. Dies sieht man. ;-)

Sportskanonen unter sich

Zuerst kommt der Zweibeiner wieder. Wird auch Zeit, den Karl-Heinz hat erst das Zweite Grasbüschel zurechtgefeilt. Selbst meine Geduld kennt Grenzen. Die Freude hält jedoch nicht lang. Was schleppt der da so mit sich rum? Hätte ich gestern lieber mal die Werbung vom Fressnapf gefressen. Da war ich aber zu langsam und habe nur die Tageszeitung erwischt. Nachdem vor Wochen eine Aktion mir bereits einen Tunnel beschert hat, gesellen sich heute noch ein Paar Slalomstangen und ein Ring dazu. Mal sehen was das soll! Aber der Winter ist vorbei und so toll bin ich auf Skiern auch nicht unterwegs. Nützt nix, der holt die Sachen raus und baut sie auch gleich auf. Der Mistkerl! Nutzt er doch meine Abhängigkeit und und Unterfütterung (egal was die Ärztin zuletzt behauptet hat!) glatt aus. Mit Leckerlies werde ich durch den Parcour gelotst. Willenlos füge ich mich meinem Schicksal und fresse sinnlos die Dinger in mich rein, nur dass dies alles schnell vorbei geht.

Während ich über mein Übel so nachdenke und die Dinger in mich reinmampfe, kommt bei der gefühlten 100-sten Runde Lara dazu. Das kleine Luder rennt durch den Parcour und springt durch den Ring, aber will keien Leckerlies. wenn das der Zweibeiner mitkriegt, bekomme ich ja auch nix. Also strenge ich mich noch mehr an, nicht dass ich teilen muss.

Abgang der Dritte

Es klingelt und schwupps sind da nur noch ich, Lara und der endlose Parcour. Zwei Minuten später ist der Zweibeiner da und ne Kurzhaarige, die aussieht wie Frauchen, nur mit kürzeren Haaren. Was macht die jetzt? Schnappt sich die Leine und will mit mir ne Runde um den Block. Wat soll dat?

Kann hier jeder Wünsche äußern? Oder was. Aber da bin ich schon unterwegs, Einwand zwecklos. Wieder zurück, zelebriere ich das Mittagsmahl und schlafe ne Runde. Ich schlafe den Schlaf des Gerechten, aber leider nur ne Stunde. Dann beginnen Höllenmaschinen unser Haus abzureissen. Oder das ist Winnie samt Truppe, die aus ihrer Wohnung ‘ne Maisonette machen.

Mir völlig Wurscht! Ich will schlafen….

Nützte aber nix, deshalb sind wir (mein Zweibeiner un dich) in den Garten gegangen. Sommerstühle aufgebaut und dem Müssiggang gefrönt. Wenn der kalte Wind nicht gewesen wäre-optimal. Leichter Sonnenschein und trocken.

Aber sollte nicht gleich Barnabe kommen?

Frauchen genoss derweil einen ruhigen Nachmittag auf dem Sofa.

Barnabe

Kurz nach Anpfiff zur Bundesliga erreichte uns ne SMS- unsere Freunde in grün (bald blau oder vielleicht doch schwarz) wollten noch einen Wegezoll in bar haben. Aber ihr kennt das ja, gerade in solchen Momenten hat eine Bx von Welt kein Kleingeld dabei. Macht nix, kriegen die halt was bar auf die Kralle. Während Rostock und Schalke sich die Bälle im Niemandsland zuschoben, irrte Barnabe auf seiner persönlichen Odyssee gen Apollo.

Doch nachdem Barnabe an den Syrenen (oder waren es Rundumleuchten) vorbei geschippert war, konnte der Peleponnes, ne quatsch, Apollos-Box kommen.

Die Wirrungen überstanden, kam Barnabe samt Entourage im gelobten Land an. Nach kurzem Beschnuppern und dem Austausch der Hundedevotionalien machten wir uns auf zu einem kleinen Kennenlern-Spaziergang. Schnell stellte sich heraus, das Barnabe nicht von Pappe war und schön mitzog. Dies wurde erstmals sichtbar als wir mein Terrain erreichten-tiefe Böden, feuchter Rasen-Gerd Müller Bedingungen! In Weltklassemanier versuchten wir den Torjubel von den laufenden Partien nachzustellen. Während ich zum Jürgen-Klinsmann-Gedächtnis Diver ansetzte, versuchte Barnabe eine Katsche-Schwarzenbeck-Grätsche anzusetzen. Anschließend sahen wir jedoch wie Lothar-Matthäus-wird-von-Bertie-ignoriert Pudel aus.

Die Vorzeichen für einen gelungenen Nachmittag waren gesetzt. Während sich die anderen Mannschaften wiefolgt trennten:

(Die Ergebnisse wurden Kicker.de entnommen und verweisen auf diese Seite!)

Schalke - Rostock (Sa.) 1:0 (0:0)
Bielefeld - Karlsruhe 1:0 (0:0)
Stuttgart - Hamburg 1:0 (1:0)
Wolfsburg - Hannover 3:2 (2:1)
Hertha - Bremen 1:2 (1:1)
Frankfurt - Nürnberg 1:3 (1:1)

Und Schalke hatte wieder mal Glück, nicht einen durchaus berechtigten Elfmeter kurz vor Schluss gegen sich zu erhalten.

Wir hingegen gingen in die Verlängerung und spielten querfeldein. Jede Möglichkeit zu grätschen wurde dankbar angenommen und so sahen wir dann auch aus.


Morgen seht ihr dann Teil II-Apollo und Barnabe go into Lieblingsgarten.

So nun ist es schon spät. Nachdem ich gerade lecker gefuttert habe, ist Schlafenszeit…

Ciao Apollo

PS: Greetz to Olli, Heike und Barnabe-Kumpel! Freue mich schon auf die Sümpfe ;-)

PPS: Peace for Tibet!

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