Eine Woche ist ins Land gegangen und es war so, als ob es noch nie anders war. Was meine ich damit? Des Zweibeiners Schwester samt beider Töchterchen ist seit knapp einer Woche zu Besuch. Das bedeutete dieser Tage für mich häufigere Streicheleinheiten, viel Aufmerksamkeit und Spielkameraden zu fast jeder Zeit. Schöner kann es nicht sein. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Oder besser – dort zeigte sich der Zwiebeleffekt.
Nein ich meine nicht die verschiedenen Schalen der Zwiebel, sondern die Tränen beim Schneiden. Wir mussten heute zwar nix schnippeln, aber die Tränen flossen reichlich.
- Die Du und ihre Mutti sind heute wieder gen Augsburg gedüst.
- Meine Du wollte nicht mit.
- Lea wollte nicht, dass die Du fährt.
- Omi wollte nicht das die Du fährt und
- ich wollte nicht, dass die Du fährt.
- Eigentlich wollte keiner ohne meine Du sein.
Leider zählt die Vorschule höher, als all unsere Wünsche. So blieben mir nur Lara (hab ich zum Glück fast jeden Tag) und mein Sonnenschein Lea. Aber das ist nicht das Gleiche.
Während Lara sich oft püppihaft hat und Lea mit mir sehr vorsichtig umgeht, ist die Du robust. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, an ihr wäre ein guter Hund verloren gegangen. Und das meine ich nicht böse. Im Gegenteil. Mit ihrer Robustheit im Spiel und ihren klaren Ansage wäre sie in jedem Rudel die Nummer eins oder zumindest ganz weit oben. Man sollte sich nicht von ihrer Größe und ihrem Alter täuschen lassen, denn sie ist sehr tough.
Manchmal glaube ich, dass ihre Kommandos zackiger kommen, als bei manchem Armeevorgesetzten. Mir macht es Spass nach ihrer Pfeife zu tanzen, da sie sich dann wie ein kleiner Schneekönig freut und meine beiden Zweibeiner irritiert schauen. Gelle?
Es ist ja nicht so, dass ich nicht auf meine Zweibeiner hören würde oder sie nicht verstehe. Aber mit der Zeit habe ich gelernt zu ignorieren. Wenn mich was nicht so tangiert, wie ich es mir denke, dann ist zick.
Frauchen ist darüber nicht so erfreut, aber mein Zweibeiner hat sich da andere Taktiken zugelegt. Zumindest versuche ich nicht gegen ih zu spielen. Gelegentlich erinnert er mich daran, dass er die Töpfe füllt, die mich füttern. So ein Blödsinn, dass sind doch Zaubernäpfe, aber ich lasse ihn in dem Glauben.
Kurz noch einmal zu meienr Svenja. Sie sollte nicht so traurig sein, denn ab nächsten Freitag fährt sie mit uns eine Woche an die Ostsee. Ich hoffe sie kann schwimmen. Denn sie sollte mich ja aus dem Wasser retten können, sollte ich mich wieder mal überschätzen.
Gelegentlich verblüffe ich aber auch mit Leistungen die man mir nicht zutraut. Der geneigte Leser weiss bereits über meine Klettervorlieben auf Baumstämme und die mir eigene Ignoranz der Höhenangst. Aber dies durfte jetzt auch Omi des Öfteren erleben. Während ich letzte Woche kühn von eienr Mauer sprang (zum Entsetzen aller Anwesenden), überwand ich heute durch einen Supersprung einen Zaun. Warum das Alles?
Omi kam am Garten vorbei. Ohne zu knuddeln geht das nicht… Meine geliebte Omi!!!
Nun ist es wieder spät geworden und tagsüber waren auch nicht so viele Anlässe Bilder zu machen, außer besagter Sprung (da war aber der Zweibeiner zu langsam!). Deshalb schicke ich euch heut mal ohne Bilder ins Bettchen. Ich muss auch dringend schlafen, denn je eher die Nacht vorbei ist und die folgenden Nächte, desto eher sehe ich meine Du wieder.
In diesem Sinne
Ciao Apollo
PS: Peace for Tibet and help for victims of certain catastrophies.
Sonntag, 18. Mai 2008 um 19:59
Mir geht es gut und ich komme ja Donnerstag wieder. …Die Du